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Hallo liebe Leser!

Dies ist mein erster Blog, ich bin also noch etwas wackelig auf den Beinen. Bitte seht es mir nach.

Ich wohne in Lüneburg, vor den Toren Hamburgs und arbeite deutschlandweit.

In erster Linie möchte ich mit diesem Blog einen Reisebericht über meinen kommenden Urlaub in China verfassen. Ich vermute und hoffe, dass ich so viel erleben werde, dass es sich lohnt, den Blog über 14 Tage zu verfolgen.

Viel Spaß dabei!

Alter: 42
 



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Blog

Peking...

... oder wie der Chinese sagt: Bejing. Das war heute unser nächstes Ziel. Also hieß es heute morgen wieder früh aufstehen, Koffer packen, gut frühstücken und los. Um kurz vor halb 8 fuhren wir vom Hotel ab. Da heute in China das Mondfest gefeiert wird (vergleichbar mit unserem Erntedankfest) und die Chinesen erst am Sonntag wieder arbeiten müssen, war es auf den Straßen der Stadt verhältnismäßig leer. Einige Stunden später hat das sicher ganz anders aus gesehen, denn in Xi'An finden die offiziellen Feiern zum Mondfest statt, die im ganzen Land im TV übertragen werden. Dominik regelte am Flughafen für uns den Check In und begleitete uns zur Sicherheitskontrolle. Dort wartete er hinter der Absperrung, bis wir alle 3 durch waren. Total knuffig 😊. Aber schließlich wurde er ja auch dafür bezahlt, dass wir gut von A nach B kommen. Wir flogen heute mit Hainan Airlines und landeten nach etwa 1 1/2 Stunden sicher auf dem Inlandsflughafen von Peking. Gefühlt stammt dieser noch aus den "guten alten Zeiten" und ist bestimmt so alt wie ich 😂. Im Süden Pekings wird aktuell an einem neuen Terminal gebaut, um das große Flugaufkommen der Stadt besser bedienen zu können. Nachdem wir unsere Koffer vom Band gepflückt und den Ausgang passiert hatten, empfing uns Eva, unsere hiesige Reiseleiter der nächsten 2 Tage. Sie hat Deutsch studiert und zeigt uns Ihre Stadt. Per Kleinbus ging es auch schon gleich los zur ersten Sehenswürdigkeit, dem Himmelstempel. Dieser wurde von einem Kaiser zu Ehren des Himmelskaisers errichtet. Hier wurden an nach dem Mondkalender genau bestimmten Tagen Kühe, Schafe und Schweine zubereitet und dem Himmelskaiser als Opfergaben gebracht. Alles, was dieser nicht aufgegessen hat, wurde unter den Beamten des Kaisers verteilt. Ach ja, damit keine Missverständnisse aufkommen: der Himmelskaiser ist eine imaginäre Figur, an die die Chinesen stark glauben. Er wurde in einer Säfte zum Tempel "getragen", während der Kaiser links neben ihm lief.
Auf demselben Gelände findet man auch die Marmorterasse Hier stellte sich der Kaiser ganz oben in die Mitte auf ein Podest und hielt Zwiesprache mit dem Himmelskaiser. Die Marmorwände um ihn herum trugen das Echo seiner Worte bis hinunter zu seinen Beamten 😃. Direkt im Anschluss fuhren wir zum Haus der Perlen. Wir sahen einen kurzen Film zur Perlengewinnung und sollten dann im Laden möglichst so viele Perlenprodukte wie möglich kaufen. Leider mussten wir auch diesen netten Ladies einen Korb geben, da wir nun wirklich keine Perlentypen sind 😆
Nun fuhren wir aber endlich zum Hotel. Dieses liegt in einer der 25 letzten erhaltenen alten Stadtteile. Hier trifft man wohl noch auf das typische China der Vergangenheit. Trotzdem oder gerade deshalb hat sich dieses moderne Hotel hier angesiedelt. Es ist wirklich toll.
Nun waren wir noch schick essen... mit langer Wartezeit, weil viele zum Mondfest unterwegs sind, und auf unserem Rückweg zeigte sich der Mond perfekt zum Fest zu seinen Ehren.
Mit diesem Bild schließe ich für heute und wünsche Euch allen eine gute Nacht! 😪
15.9.16 16:32


Xi'An und die Terrakotta Armee

Nach einem reichhaltigen asiatisch-europäischen Frühstück wurden wir um 8 Uhr von Dominik und unserem Fahrer zum heutigen Tagesausflug abgeholt.
Die Tour führte uns zunächst in Richtung der Berge, zum Fundort der Terrakotta Armee, welche inzwischen auch als 8. Weltwunder bezeichnet wird. Unser 1. Stopp war an der Manufaktur, in der heute die originalen Krieger der Terrakotta Armee aus Ton hergestellt und in einem langwierigen Prozess über mehrere Tage in alten zugemauerten Steinöfen gebrannt werden. Wir bekamen eine englischsprachige Reiseführerin an die Seite gestellt, die uns sehr genau den Prozess der Herstellung erklärte. Außerdem werden in dieser Manufaktur einfache Holzmöbel aufwändig bemalt, 30fach lackiert und verziert, um dann für viel Geld an „Langnasen“ in aller Welt verkauft zu werden.
Hauptziel dieses Rundgangs war aber ziemlich offensichtlich: wir sollten möglichst viele Dinge kaufen… es gab dort verschiedenste Varianten der Krieger (groß, klein, Bogenschütze, General, einfacher Soldat, Offizier und der Kaiser), Möbel, Seidenbilder, alles für die Teezeremonie, Schach- und Mahjongg Spiele uvm. Leider entsprechen wir ja so gar nicht dem typischen Touristen 🤔 … das hat Dominik dann auch erkannt, und so lotste er uns zügig wieder zum Auto zurück.
Nun ging es ohne Umwege noch etwa 10km weit bis zum Eingang eines riesigen Parks. Davor standen Mengen junger Frauen mit Schirmen, nicht weil sie Regen erwarteten, sondern Touristen. Wir liefen aber an Ihnen vorbei, wir hatten ja unseren Privatguide dabei 😎.
1974 fand ein chinesischer Bauer beim Bau eines Brunnens den ersten Krieger, einen Bogenschützen, von der bis dahin völlig unbekannten Armee. Das gesamte Gelände bis zum Fuß der Berge war Ackerland und wurde von Bauern bewohnt und bearbeitet. Diese mussten umgesiedelt werden, als klar wurde, welche Dimensionen die gesamte Armee einnimmt. Ein Teil des Geländes wurde zum Park umgestaltet und dient jetzt als Zugang zum Museum.
Der glückliche Finder lebt übrigens auch heute noch gut von seinem Fund: zum einen von den Einnahmen seines Buches und zum anderen von dem Erlös der Autogramme, die er immer noch schreibt.
Nach einer Sicherheitskontrolle kamen wir endlich bei den 3 Hallen an, in denen man die Teile der Terrakotta Armee besichtigen und die gigantischen Ausmaße bewundern kann. In der ersten Halle stehen 6.000 Krieger, von denen bisher rund 2000 restauriert wurden. Viele wurden im Lauf der letzten 2.000 Jahre stark beschädigt, und man muss sie in mühseliger Kleinarbeit zusammenpuzzeln. Auch Pferde und Kriegswagen wurden gefunden und schon zum Teil wiederhergestellt. Damit Ihr mal eine Vorstellung davon bekommt, schaut Euch diese Bilder an

Im Laufe der Jahre konnte man das Alter der Figuren bestimmen, sicher auch mit Hilfe der gefundenen Hölzer, die als Dach für die Armee gedient hatten. So fand man heraus, dass der erst 13jährige erste Kaiser Qin Shihuangdi sie in Auftrag gegeben hatte. Rund 370.000 Menschen waren mit ihrer Herstellung beschäftigt, vermutlich bis über die Lebenszeit des Kaisers hinaus, der mit 55 Jahren verstarb.
In der 2. Halle haben die Ausgrabungen erst begonnen. Hier sieht man an vielen Stellen noch die ursprüngliche Höhe der Erdschichten, die sich im Laufe der langen Zeit über die Terrakotta Armee gelegt haben. Nur wenige Figuren sind in dieser Halle schon ausgegraben worden. Insgesamt findet man hier 2.000 Krieger.
In Halle 3 stehen sich die Krieger gegenüber und bilden damit einen Weg für den Kaiserwagen. Auch hier sind noch nicht alle Figuren restauriert worden.
Man kann kaum in Worte fassen, wie imposant das alles ist. Es fehlt mir die Vorstellungskraft für den Fleiß und das Geschick der Chinesen, so ein Kunstwerk zu erschaffen. Die Stadt Xi’An war ebenso bedeutend wie Bagdad und galt lange als Zentrum Chinas. Heute wohnen hier 8 Millionen Menschen, und sie ist die Hauptstadt der Provinz Shangzhi . Nachdem wir wieder viele fliegende Händler abgewimmelt, Souvenirshops und Restaurants erfolgreich umkurvt und unseren Fahrer wiedergefunden hatten, fuhren wir zurück in die Stadt. Ich genehmigte mir ein kleines Mittagsschläfchen, während wir uns durch den Verkehrswahnsinn im Schritttempo quälten. Aber natürlich hat sich der Weg gelohnt: Wir stiegen an der Großen Wildganspagode aus, die älteste und einst bedeutendste Pagode des Landes. Heute wird der Park rund um die Pagode zur Erholung vom Stress und dem Dreck der Stadt genutzt, eine religiöse Nutzung findet dort nicht mehr statt.
Weiter ging es zum letzten Ausflugsziel des Tages: der alten muslimischen Moschee, mitten im muslimischen Viertel. Die Moschee wirkte sehr chinesisch. Chinesische Moslems wirken extrem seltsam auf uns, weil es so unerwartet ist, und diese beiden Religionen (Buddhismus und Islam) nach meinem bisherigenVerständnis überhaupt nicht zusammen passen. Aber in Xi’An wurde ich eines Besseren belehrt.
Nach dem Besuch der Moschee gingen wir in ein kleines Café und tranken Kaffee, Tee und Eisschokolade. Vermutlich kannte Dominik die Besitzerin und „schleppt“ alle seine Touristen dorthin, aber es war auch wirklich lecker.
Auf dem Weg zurück zum Auto liefen wir über einen großen Straßenbasar… Restaurants, Läden, fliegende Händler… es war absolut spannend… von den vielen verschiedenen Gerüchen ganz zu schweigen.
Abends waren wir im Nachbarhotel schwimmen und ganz spannend essen: Bilder und Beschreibung auf Englisch, chinesische Zeichen auf dem Bestellzettel suchen, ankreuzen… und es war richtig! 😆 Wir sind soooo gut 😉.
Nach einem kleinen abschließenden Abendspaziergang zurück zum Hotel fielen wir todmüde ins Bett.
15.9.16 15:44


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