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Xi'An und die Terrakotta Armee

Nach einem reichhaltigen asiatisch-europäischen Frühstück wurden wir um 8 Uhr von Dominik und unserem Fahrer zum heutigen Tagesausflug abgeholt.
Die Tour führte uns zunächst in Richtung der Berge, zum Fundort der Terrakotta Armee, welche inzwischen auch als 8. Weltwunder bezeichnet wird. Unser 1. Stopp war an der Manufaktur, in der heute die originalen Krieger der Terrakotta Armee aus Ton hergestellt und in einem langwierigen Prozess über mehrere Tage in alten zugemauerten Steinöfen gebrannt werden. Wir bekamen eine englischsprachige Reiseführerin an die Seite gestellt, die uns sehr genau den Prozess der Herstellung erklärte. Außerdem werden in dieser Manufaktur einfache Holzmöbel aufwändig bemalt, 30fach lackiert und verziert, um dann für viel Geld an „Langnasen“ in aller Welt verkauft zu werden.
Hauptziel dieses Rundgangs war aber ziemlich offensichtlich: wir sollten möglichst viele Dinge kaufen… es gab dort verschiedenste Varianten der Krieger (groß, klein, Bogenschütze, General, einfacher Soldat, Offizier und der Kaiser), Möbel, Seidenbilder, alles für die Teezeremonie, Schach- und Mahjongg Spiele uvm. Leider entsprechen wir ja so gar nicht dem typischen Touristen 🤔 … das hat Dominik dann auch erkannt, und so lotste er uns zügig wieder zum Auto zurück.
Nun ging es ohne Umwege noch etwa 10km weit bis zum Eingang eines riesigen Parks. Davor standen Mengen junger Frauen mit Schirmen, nicht weil sie Regen erwarteten, sondern Touristen. Wir liefen aber an Ihnen vorbei, wir hatten ja unseren Privatguide dabei 😎.
1974 fand ein chinesischer Bauer beim Bau eines Brunnens den ersten Krieger, einen Bogenschützen, von der bis dahin völlig unbekannten Armee. Das gesamte Gelände bis zum Fuß der Berge war Ackerland und wurde von Bauern bewohnt und bearbeitet. Diese mussten umgesiedelt werden, als klar wurde, welche Dimensionen die gesamte Armee einnimmt. Ein Teil des Geländes wurde zum Park umgestaltet und dient jetzt als Zugang zum Museum.
Der glückliche Finder lebt übrigens auch heute noch gut von seinem Fund: zum einen von den Einnahmen seines Buches und zum anderen von dem Erlös der Autogramme, die er immer noch schreibt.
Nach einer Sicherheitskontrolle kamen wir endlich bei den 3 Hallen an, in denen man die Teile der Terrakotta Armee besichtigen und die gigantischen Ausmaße bewundern kann. In der ersten Halle stehen 6.000 Krieger, von denen bisher rund 2000 restauriert wurden. Viele wurden im Lauf der letzten 2.000 Jahre stark beschädigt, und man muss sie in mühseliger Kleinarbeit zusammenpuzzeln. Auch Pferde und Kriegswagen wurden gefunden und schon zum Teil wiederhergestellt. Damit Ihr mal eine Vorstellung davon bekommt, schaut Euch diese Bilder an

Im Laufe der Jahre konnte man das Alter der Figuren bestimmen, sicher auch mit Hilfe der gefundenen Hölzer, die als Dach für die Armee gedient hatten. So fand man heraus, dass der erst 13jährige erste Kaiser Qin Shihuangdi sie in Auftrag gegeben hatte. Rund 370.000 Menschen waren mit ihrer Herstellung beschäftigt, vermutlich bis über die Lebenszeit des Kaisers hinaus, der mit 55 Jahren verstarb.
In der 2. Halle haben die Ausgrabungen erst begonnen. Hier sieht man an vielen Stellen noch die ursprüngliche Höhe der Erdschichten, die sich im Laufe der langen Zeit über die Terrakotta Armee gelegt haben. Nur wenige Figuren sind in dieser Halle schon ausgegraben worden. Insgesamt findet man hier 2.000 Krieger.
In Halle 3 stehen sich die Krieger gegenüber und bilden damit einen Weg für den Kaiserwagen. Auch hier sind noch nicht alle Figuren restauriert worden.
Man kann kaum in Worte fassen, wie imposant das alles ist. Es fehlt mir die Vorstellungskraft für den Fleiß und das Geschick der Chinesen, so ein Kunstwerk zu erschaffen. Die Stadt Xi’An war ebenso bedeutend wie Bagdad und galt lange als Zentrum Chinas. Heute wohnen hier 8 Millionen Menschen, und sie ist die Hauptstadt der Provinz Shangzhi . Nachdem wir wieder viele fliegende Händler abgewimmelt, Souvenirshops und Restaurants erfolgreich umkurvt und unseren Fahrer wiedergefunden hatten, fuhren wir zurück in die Stadt. Ich genehmigte mir ein kleines Mittagsschläfchen, während wir uns durch den Verkehrswahnsinn im Schritttempo quälten. Aber natürlich hat sich der Weg gelohnt: Wir stiegen an der Großen Wildganspagode aus, die älteste und einst bedeutendste Pagode des Landes. Heute wird der Park rund um die Pagode zur Erholung vom Stress und dem Dreck der Stadt genutzt, eine religiöse Nutzung findet dort nicht mehr statt.
Weiter ging es zum letzten Ausflugsziel des Tages: der alten muslimischen Moschee, mitten im muslimischen Viertel. Die Moschee wirkte sehr chinesisch. Chinesische Moslems wirken extrem seltsam auf uns, weil es so unerwartet ist, und diese beiden Religionen (Buddhismus und Islam) nach meinem bisherigenVerständnis überhaupt nicht zusammen passen. Aber in Xi’An wurde ich eines Besseren belehrt.
Nach dem Besuch der Moschee gingen wir in ein kleines Café und tranken Kaffee, Tee und Eisschokolade. Vermutlich kannte Dominik die Besitzerin und „schleppt“ alle seine Touristen dorthin, aber es war auch wirklich lecker.
Auf dem Weg zurück zum Auto liefen wir über einen großen Straßenbasar… Restaurants, Läden, fliegende Händler… es war absolut spannend… von den vielen verschiedenen Gerüchen ganz zu schweigen.
Abends waren wir im Nachbarhotel schwimmen und ganz spannend essen: Bilder und Beschreibung auf Englisch, chinesische Zeichen auf dem Bestellzettel suchen, ankreuzen… und es war richtig! 😆 Wir sind soooo gut 😉.
Nach einem kleinen abschließenden Abendspaziergang zurück zum Hotel fielen wir todmüde ins Bett.
15.9.16 15:44
 
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